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Äther - Zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren

Laura Deichl
11. Aug. 2024
4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 4. Sept.

Das Ätherische ist eine wesentliche Betrachtungsebene der Geomantie und unsere Brücke von der stofflichen in die geistige Welt. Der erste wichtige Schritt, um wieder in die nicht sichtbaren Ebenen der Welt einzutauchen und darin zu wirken.




Prana, Pneuma, Chi, Qi, Korunba, Numen, Orgon, Od, Atem. Den Begriff des Äthers finden wir eigentlich in fast allen Philosophien dieser Welt. Das Qi bzw. der Äther bezeichnet dabei immer die Lebenskraft, die Vitalenergie. Doch nicht nur in der Philosophie, auch in den Naturwissenschaften finden wir analoge Konzepte, wie die Skalarwelle, das morphische Feld, die Vakuumenergie und viele mehr. In der Geomantie arbeiten wir meist mit dem sogenannten 3-Welten-Modell, das drei Ebenen umfasst: die physische, ätherische und geistig seelische Ebene. Das Ätherische (auch oft bezeichnet als ätherisches Fluiduum) ist dabei unsere Brücke von der stofflichen in die geistige Welt, die Schnittmenge zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren, und stellt eine wesentliche Betrachtungsebene der Landschaft dar. Die ätherische Ebene von Landschaft, Orten, Pflanzen, Menschen wieder wahrzunehmen, ist der erste wichtige Schritt, um wieder in die nicht sichtbaren Ebenen der Welt einzutauchen und darin zu wirken.



Äther, Qi, Lebenskraft


Das Qi bzw. der Äther bezeichnet die Lebenskraft, die Vitalenergie. Darauf basieren auch bekannte Systeme wie die Akkupunktur, das Qi Gong, das Pranayama, das Feng Shui,, und viele mehr. Äther ist lebendig, er fließt, schwingt und pulst frei durch die Landschaft ('freier Äther'). Dabei folgt er immer bestimmten Gesetzmäßigkeiten. Zum anderen existiert Äther auch in gebundener Form, um Menschen, Tiere, Pflanzen, geistige Wesen, Objekte, als Ätherschichtung im Raum und natürlich in den Strukturen verschiedenster geomantischer Phänomenen ('gebundener Äther'). Die ätherische Ebene geht dabei natürlich stark mit unser eigenen Lebenskraftebene in Resonanz (= Ätherkörper, vitalenergetischer Körper; die erste Auraschicht). Darüber wirken Orte entsprechend ihrerem Maßen Lebenskraft natürlich auch auf unsere eigene Lebenskraft.




Schnittmenge zwischen Geist und Materie


Das Ätherische ist nicht mehr stofflich, aber auch noch nicht geistig (eben 'feinstofflich'). Daher wird es auch als Schnittstelle zwischen der physischen und der geistigen Welt gesehen. Es ist wieder das, was die Kelten als die Wasserwelt bezeichneten, die sich immer mitbewegt, eine holographische, fluktuierende Wirklichkeit, Brücke zwischen Objektwelt und Paradieswelt. Der Äther entspricht auch dem was in der Physik, insbesondere bekannt durch Rupert Sheldrake, bekannt ist als morphisches oder morphogenetisches (also 'formgebendes') Feld. Man kann sich den Äther daher ein bisschen vorstellen wie ein erstes Hologramm, ein unsichtbarer Blueprint oder Bauplan, der da ist, bevor sich dementsprechend Materie ausformt.










Kategorien von Äther


Auch wenn es nur gemeinhin nur 'ein Qi' bzw. einen Äther gibt, kann dieser verschiedene Ausprägungen annehmen. Eine sehr bekannte Ausdifferenzierung ist die in Yin und Yang Äther. Ebenso kann er sich aber auch die vier Elementeäther aufgliedern (Feueräther, Wasseräther, Luftäther, Erdäther). Diese finden wir in bestimmter (idealtypischer) Weise in der Raumschichtung, den Auraschichten des Menschen, im Aufbau geomantischer Phänomene und mehr. Dabei sind sie für gewöhnlich sehr prägend, wie wir die Qualität eines Ortes oder einer Landschaft wahrnehmen. Eine weitere Differenzierung wäre die in die sieben Planetenäther. Auch die können wir in Wohnräumen, sakralen Bauwerken und Landschaft vorfinden.







Äther in der Geomantie


In der Geomantie ist der Äther (sowie seine Gesetzmäßigkeiten, denen er folgt) eine der wesentlichsten Betrachtungsebenen. Man unterscheidet hier zwischen dem undifferenzierten Äther, der frei durch Landschaft bzw. Wohnraum fließt ('freier Äther') und dem Äther in gebundener bzw. strukturierter Form, sei es in Menschen, Tieren, Pflanzen, geistigen Wesen, Objekten, Elementen der Landschaft, geomantischen Phänomenen, Schichtung oder Ballungen im Raum etc. ('gebundener Äther').


In der geomantischen Arbeit betrachtet man dann beispielsweise wie das Qi/Äther (bzw. in seinen verschiedenen Elementeausprägungen, Yin/Yang, Planeten etc.) in der Landschaft oder im Wohnraum fließt sowie geschichtet bzw. verteilt ist (und uns dadurch positiv oder negativ beeinflusst). Ebenso dient die ätherische Ebene dem Kategorisieren bzw. Auffinden verschiedenster geomantischer Phänomene, die sich jeweils in ihrer ganz besimmten Ätherstruktur darstellen (wie Atmungspunkte, Vitalenergetische Zentren, Leylines, Einstrahlpunkte, Drachenwege, auch geistige Wesen u.v.m.). Weiterhin ist der Äther der Informationsspeicher eines Ortes, sozusagen das Ortsgedächtnis, in den alles eingeschrieben und abgespeichert ist, was am Ort jemals an Gefühlen, Gedanken, Vorfällen passiert ist, im positiven wie negativen.


Im geomantischen Wirken werden diese Ätherstrukturen und -bewegungen dann den Bedürfnissen und Wünschen des Menschen oder Ortes entsprechend durch verschiedenste Maßnahmen gestaltet (wie Steinsetzungen, Pflanzungen, Verwendung von Materialien in der Raumgestaltung, Platzierung von Einrichtungsgegenständen etc.)






Wahrnehmen von Äther


Die ätherische Ebene von Landschaft, Orten, Pflanzen, Menschen wieder wahrzunehmen, ist der erste wichtige Schritt, um wieder in die nicht sichtbaren Ebenen der Welt einzutauchen und darin zu wirken. Da der Äther aber grundsätzlich noch nicht der geistigen, sondern noch der physischen Welt angehört, können wir ihn durchaus noch sinnlich wahrnehmen. Grundsätzlich bauen wir dabei erst einmal über bestimmte Techniken eine innere Resonanz auf. Dann gibt es verschiedene Möglichkeiten die Strukturen bzw. Ausprägungen des Äthers wahrzunehmen (die wir natürlich alle trainieren müssen, was aber normalerweise relativ schnell geht):


  • Abtasten mit den Händen

  • ‚Ätherschauen‘ - über einen spezielle Fokussierung der Augen

  • Abgreifen über das innere Wissen (Intuition, Hellwissen)

  • Radiästhesie (Rutengehen) / Pendel / Tensor - als Instrumente, die aber lediglich auch nur unsere eigenen Körperreaktionen aufnehmen und sichtbar machen

  • Blick oder Bewegung - in welcher Weise schweift der eigene Blick/Aufmerksamkeit durch Landschaft/Raum; wie bewege ich mich (entspricht normalerweise ziemlich exakt dem Ätherfluss bzw. dem Maß und Verteilung von Lebenskraft)

  • Ablesen an physischen Gegebenheiten (zumindest teilweise möglich) - Baumwuchsanomalien (siehe Bild oben; ein Baum mit Naturwesenfokus, graphisch dargestellt); auch über Präsenz bestimmter Gesteine, Pflanzengesellschaften, Formen und Verlauf von Bergen/Tälern/Gewässern etc.




Wenn wir lernen wieder Zugang zur ätherische Ebene von Landschaft und Orten, aber auch von Menschen und Pflanzen, der Erde selbst und ihrer Fraktale zu erlangen, beginnen wir uns wieder einzuweben ins Gewebe allen Lebens und darin zu wirken.






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