Alant - für Lichtkraft, Ich-Stärke & die Spirits
Aktualisiert: 15. Sept.
Der Alant – die Sonnenwurz – ist eine wahre Sonnenpflanze., und wunderbare Heil- und Räucherpflanze. Schon seine sonnengelben, strahlenden Blüten lassen auf seine licht-bringende Wirkung schließen. Er unterstützt uns in unsere Ich-Kraft und Aufrichtung zu gehen.

Der Alant (Inula helenium) – die Sonnenwurz – ist eine wahre Sonnenpflanze und wohl eine meine liebsten Räucherpflanzen. Schon seine sonnengelben, strahlenden Blüten lassen seine große Lichtkraft erkennen. Beim Räuchern verströmt seine Wurzel einen unglaublichen warmen, herzöffnendem Geruch und bringt Licht in die Dunkelheit in Mensch oder Raum. Miasmatisch ist der Alant auch in der Skrophulose verortet, die kosmisch von der Sonne regiert wird. Er wirkt also da, wo unser Ich-Bewusstsein und unsere Strahlkraft zuhause sind. Die Skrophulose ist das Miasma das im Gesetz wie auch Ebene des Ausgleichs liegt. Vor allem in den doch sehr intensiven Zeiten, wie wir sie gerade haben, führt er uns als menschliches Kollektiv also wieder in unsere Mitte. In der überlieferten Heilkunde wird er vor allem für Lunge und Atemwege, bei Verdauungsbeschwerden, depressiven Verstimmungen und als Frauenheilpflanze eingesetzt.
Gemäß der alten Überlieferung wird die Alantwurzel übrigens auf recht eigentümliche Weise geerntet. In der Morgen- oder Abenddämmerung wird die Wurzel vorsichtig mit einem Stein gelockert. Schließlich wird der Stein in die Luft geworfen und bevor er wieder den Boden berührt, musste die Pflanze schon samt Wurzel aus dem Boden gerissen worden sein. Auf diese Weise geerntet wurde dem Alant eine ganz besonders große Heilkraft zugesprochen.
Botanik
Der Alant (Inula helenium) gehört zu den Korbblütlern. Er gehört ursprünglich nicht zu unseren heimischen Pflanzen, ist aber schon sehr lange Zeit in Klostergärten und Bauerngärten zu finden. Mit knolligem Wurzelstock und herzförmigen, stengelumfassenden Blättern blüht der Alant von Juni bis September sonnengelb und wird dabei bis zu 2.5 bis 3 Meter hoch.
Pflanzenwesen und Signatur
In Kontakt mit seinem Pflanzenwesen nehme ich einen lichtvollen, feinen Raum wahr, der sich vom Herzraum aus öffnet - strukturiert in kleinen Punkten, transparent und leicht, aber gleichzeitig dicht und warm. Eine Wärme, die alles durchdringt. Nach Außen in feinen Strahlen angebunden. Auch zur Erde hin spüre ich eine Dichte und Wärme - wie einen Sockel als Verankerung. Der Boden unter den Füßen fest, unverrückbar, genährt, in innerer Stärke und Sicherheit.
In der Signatur hat der Alant eine unglaublich inulinreiche Wurzel. Er weiß also um die Süße der Erde, die uns nährt, wenn wir in ihr verwurzelt sind. Weiter hat er natürlich eine große Aufrichtekraft (unter den Planetenkräften entspricht das Jupiter) sowie strahlende, sonnenförmige Blüten (Sonne; ebenso sein alter Name Sonnenwurz). So lehrt uns also der Alant, dass eine stabile Verwurzelung in der Erde und Angebundenheit an ihre Süße, uns ermöglicht in eine innere Aufrichtung zu gehen, und von da in unsere ganze individuelle Strahlkraft jenseits jeder Selbstzweifel. Zudem hat er eine große Lichtkraft. Seine sehr großen Blättern lassen schon auf seine alter Verwendung als Lungenheilpflanze schließen (siehe in der Signatur die Ähnlichkeit zu den Lungenflügeln; ebenso der alte Name Elfenampfer), wobei unsere Lungenkraft ja sehr viel mit unserer Ich-Kraft und Selbstsicherheit zu tun hat.
Heilkunde
In der überlieferten Heilkunde wird vor allem die Wurzel des Alant verwendet. Inhaltsstoffe sind unter anderem Bitterstoffe, ätherisches Öl (‚Alantkampfer’), Beta-Sisterol und Inulin. Verwendet wird die Alantwurzel zur Stärkung von Lunge, Herz und Zirkulationskraft (die sich aus der Ich- Stärkung ergeben), bei Husten und Bronchitis. Weiterhin bei Verdauungsschwäche, oder Leiden an Galle, Leber, Blase und Niere. Auf Wunden und Geschwüre gelegt sollen die frischen Blätter des Alant bei der Heilung helfen.
Hildegard von Bingen verwendet den Alant in Wein oder Wasser und Honig eingelegt bei Lungenleiden oder Migräne. Sie schreibt „Alant ist von warmer und trockener Natur und enthält nützliche Kräfte. Er soll das ganze Jahr über trocken oder grün in Wein eingelegt werden. Wer an der Lunge Beschwerden hat, soll ihn täglich in Maßen vor und nach dem Essen trinken, und er beseitigt das Gift ( also den Eiter) aus seiner Lunge und unterdrückt den Halbseitenkopfschmerz und reinigt die Augen. Wenn ihn jemand jedoch häufig so trinken würde, würde er ihn wegen seiner Stärke verletzen.“
Daneben gehört der Alant auch zu den alten Frauenheilkräutern. Vor allem bei Wechseljahrsbeschwerden wird er gerne eingesetzt. Er kräftigt das Bindegewebe, unterstützt bei hormonell bedingten Kopfschmerzen nach dem Ausbleiben der Regelblutung oder bei Kreislauf- und Konzentrationsschwäche.
Auf der seelischen Ebene kann der Alant als große Lichtpflanze in Angstzustände und Melancholie hineinwirken, und wie oben beschrieben, unsere Ich-Kraft und Selbstsicherheit stärken. Anwenden kann man den Alant unter anderem als Tee, Tinktur oder angesetzt als ‚Alantwein’.
HINWEIS: Den Alant in der Schwangerschaft verwenden, da potentiell uteruserregend.
Rezept - Alantwein
75 Gramm Alantwurzel | 1 Liter Rotwein
Alantwurzel mit Rotwein ansetzen und 10 Tage ziehen lassen. Täglich durchschwenken. Dann abseihen und nach Bedarf mit Honig süßen. Nach der Überlieferung trinkt man vor oder nach dem Essen ein Likörgläschen.
Räuchern
Der Alant ist außerdem eine alte Räucherpflanze und eine meiner liebsten. Verwendet wird hier die getrocknete Wurzel. Sie verströmt beim Räuchern einen ganz wunderbaren, warmen Geruch, wirkt segnend, herzöffnend und entspannend. Seine Lichtkraft bringt sofort Licht in dunkle Wintertage und hilft uns in dunklen Zeiten - bei depressiven Verstimmungen, Angst und Zweifel. Er bringt die Sonne und Wärme in unser Herz zurück und unsere Lebenskräfte wieder in den Fluss. Die Essenz des Alant ist die Aufrichtekraft und Ich-Stärke: Ich bin da. Ich bin in meiner Kraft. Dort wo ich stehe, strahle ich. Er ermöglicht uns, aus unserer Mitte heraus in die volle Aufrichtung zu gehen, da wo wir vorher vielleicht noch an uns selbst gezweifelt haben oder nicht getraut haben, uns selbst wirklich zu leben.
Schon in der keltischen Kultur wurde der Alant vor allem zur Wintersonnwende und während der dunkleren Jahreshälfte verräuchert, um die Lichtkraft hereinzubringen und sich gegen Dämonen und Verzaubernis zu schützen. Falls du mit den Naturwesen und Spirits arbeitest, ist der Alant auch eine wunderbare Räucherpflanze, um ihnen hin und wieder für ihr Wirken zu danken und sie zu ehren.
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HINWEIS: Alant nicht in der Schwangerschaft verwenden, da potentiell uteruserregend. Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.
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