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Über Erschöpfung & ein Schlehen-Rosmarin Tonikum

Laura Deichl
vor 5 Tagen
5 Min. Lesezeit

Schnell mal erschöpft sich unsere Lebenskraft. Da können uns die Heilpflanzen wunderbar unterstützen. Über Erschöpfung, das Element Feuer, Mars und Sonne und unsere Lebenskraft. Und ein Rezept mit passende Pflanzen kombiniert in einem Tonikum.






Immer häufiger passiert es in unserer Zeit, dass wir unsere eigenen Lebenskräfte erschöpfen im Versuch unseren eigenen oder anderen Erwartungen gerecht zu werden. Vielleicht sind wir eine Feuernatur, die in ihrer Hitzigkeit, Begeisterung und Antriebskraft gern mal über die eigenen Grenzen geht, um die eigenen großen Visionen zu verwirklichen und dabei ihr Lebensfeuer vollends ausbrennen (siehe Workaholic; Burnout). Oder wie einer meiner Lehrer Olaf Rippe mal sinngemäß so schön gesagt hat: bei einem Burnout, muss vorher etwas gebrannt haben. Oder auch andersrum, ein Mensch hat grundsätzlich eher wenig Feuer in seinem Wesen, dafür vielleicht viel Wasser, was häufig mit Abgrenzungsproblemen einhergeht, und dem Wunsch für alle zu sorgen und allen gerecht zu werden. Auch das kann uns letztlich erschöpfen.


Dazu kommt die zunehmende Geschwindigkeit, die unser Leben angenommen hat, was wohl sehr dem beginnenden Wassermannzeitalter geschuldet ist. Unser Menschsein folgt immer weniger den erdennahen Rhtyhmen und Zyklen, die immer eine regenerierende Phase haben. Stattdessen treten wir in ein ins Informationszeitalter, wobei Information nicht an die Rhythmen der Raumzeit oder Zeit generell gebunden (siehe jede Information ist heute weltweit quasi ohne Zeitverzögerung und 24/7 verfügbar). Auch der Versuch des Mitgehens in dieser unfassbaren Geschwindigkeit zehrt an unseren Lebenskräften. Wie übrigens auch der Versuch mit der Masse zu gehen statt die eigene Soseins-Struktur zu leben.


Neben einer konsequenten Änderung der eigenen Lebensweise können uns bei erschöpften Lebenskräften auch die Heilpflanzen wunderbar unterstützen. In diesem Rezept (in zwei Varianten als Tinktur und Sirup) hab ich nach Sicht der alten Heilkunde Pflanzen bzw. Mittel kombiniert, in denen ähnliche elementare und kosmische Kräfte wirken, die unsere Lebenskraft unterstützen können: Schlehe, Rosmarin, Wein und Gold.



Lebenskraft - Feuer & Sonne und Mars


Unter den vier Elementen ist nach der alten Heilkunde neben dem regenerierenden Wasser insbesondere das anregende Feuer mit unserer Lebenskraft assoziiert. Wenn unsere Lebenskraft erschöpft ist, ist unser inneres Feuer ausgebrannt. So können wir nach der alten Heilkunde bei Erschöpfung unter anderem das Feuerelement in uns stärken, mit Heilmitteln, welche die Feuersignatur in sich tragen.


Unter den sieben Planetenkräften untersteht die Lebenskraft gleichermaßen Sonne und Mars. Die Sonne regiert über das Herz, den Blutkreislauf, Wärmeprozesse und die Körperwärme, die Lebensenergie im Allgemeinen (spiritus vitalis; auf einer höheren Ebene auch den Lebensgeist und die kosmische Anbindung). Sonnenmittel stärken also als Lebenselixiere unsere grundlegende Lebenskraft. Mars herrscht über den kurzfristigeren Verbrauch oder die Regeneration unserer Energie, und unsere grundsätzliche Lebenspower, mit der wir ans Werk gegen. Auch Mars hat mit unserem Blut zu tun. Unter den Metallen gehört ihm ja das Eisen. Haben wir Eisenmangel, werden wir blass, leer, erschöpft und angstvoll. Marsmittel können unglaublich schnell unsere verbrauchte Energie wieder zurückbringen. Beide übrigens, Sonne und Mars, haben auch viel mit unserem Immunsystem zu tun.






Tonika - Stärkungsmittel


Als Tonika (Tonikum = allgemeines Stärkungsmittel) gelten alle Pflanzen und Heilmittel, welche die Lebenskraft in uns stärken bzw. energetisch anregend wirken. Sie sind also grundsätzlich einmal energiezuführende Mittel. Wohl am bekanntesten ist das vermutlich vom Kaffee (Coffea). Doch gibt es viel mehr Pflanzen, welche diese anregende Wirkung haben, darunter eben Schlehe und Rosmarin, auch Brennnessel, Echinacea, Löwenzahn bzw. alle Bittermittel und viele mehr.


Neben dem Stärken unseres Lebensfeuers ist es bei erschöpften Kräften natürlich auch unerlässlich das regenerierende Wasserprinzip zu stärken (z.B. mehr Schlaf, Regenerationszeiten, Bäder, Zeit oder Urlaub am Wasser, Heilmittel mit Mond/Wassersignatur etc.) und grundsätzlich unsere Lebensweise anzupassen. Sonst bleibt es bei einem kurzfristigen Effekt, wie bei Aufputschmitteln. In der Tiefe werden die Lebenskräfte aber nur im Wasser regeneriert.







Rezeptur - Goldene Ketten


Nach der alten Heilkunde verstärkt sich die Wirkung im Zusammenführen von Heilmitteln der gleichen Idee (Stichwort #goldeneketten). Im Sinne des alten magischen Satzes: 'Je mehr du zusammenfügst, das der gleichen Idee untersteht, desto mehr wird die Idee manifest. ' Hier ist es eben die Idee des Feuers bzw. von Sonne und Mars.



Schlehe - eines der stärksten Tonika


In der Schlehe (Prunus spinosa) finden wir die Feuersignatur vor allem in ihren spitzen Dornen. Die blauen Früchte der Schlehe sind reich an Gerbstoffen und Vitamin C. Die Schlehe gilt in der alten Heilkunde als eines der stärksten Tonika bei Erschöpfung und Schwäche, wenn einem Menschen jede Kraft fehlt (wie beim heute sehr bekannten Fatigue Syndrom) oder auch nach Infekten, vor allem auch Herzerschöpfung. In der heutigen Heilkunde werden primär die Triebspitzen/Blüten verwendet, im Rezept unten hab ich die Früchte genommen.


Rosmarin - anregend und wärmend


Der Rosmarin (Salvia rosmarinus, früher Rosmarinus officinalis) ist eine große Sonnenpflanze mit viel anregender Feuerkraft. Die kann uns unter anderem bei Müdigkeit oder Erschöpfung unterstützen, und unser inneres Feuer im Körperlichen wie unsere Begeisterung und Antriebskraft im Geistig-Seelischen wieder anregen. Der Rosmarin, übersetzt eigentlich 'Meertau', trägt mit seinen vielen ätherischen Ölen die Sonnenkraft und Wärme des Mittelmeers in sich.


Wein - das alte Lebenselixier


Als Basis für die Tinkturvariante hab ich Grappa verwendet (Grappa = Traube, Wein). Der Wein (Vitis vinifera) ist ebenso eine ganz große Sonnenpflanze, zudem mit starken Erdkräften, die uns zudem mehr in dir Ruhe und Erdung führen. Auch er gilt sei langer Zeit als Lebenselixier und wichtiges Heilmittel (natürlich in Maßen!), was man vor allem von Hildegard von Bingen kennt, die ihn gern verwendete, um Pflanzen darin zu sieden oder anzusetzen, oder Pflanzenpulver darin einzunehmen.


Gold - Sonnenmetall der Götter


Dem Rezept könnte man zuletzt auch noch ein paar Tropfen spagyrische Goldessenz hinzufügen, was in seinem Wesen wunderbar resonieren würde. Das Gold (Aurum metallicum) ist das Metall der Sonne. Mit dem Silber zählte es in den alten Kulturen zu den Metallen der Götter. Das Gold gilt wie die Sonne seit jeher als Prinzip der Lebenskraft und als Lebenselixier (muss aber natürlich aufgeschlossen werden, sonst kann es der Körper gar nicht aufnehmen). Als Metall, und noch dazu in alchimistischer Verarbeitung, kann es vor allem in geistig-seelische Erschöpfung unterstützend hineinwirken.





Rezept - Schlehen-Rosmarin Tonikum (als Tinktur)


Schlehen

Rosmarin frisch

Bio Grappa

Optional spagyrische Goldessenz


Ein kleines Schraubglas zu einem Drittel mit Schlehen befüllen. Einige Zweige Rosmarin zugeben (alles vorher ein bisschen anquetschen). 3-4 Wochen ziehen lassen, dann abseihen. Optional ein paar Tropfen Goldessenz zufügen und in Tinkturfläschchen abfüllen. Ich verwende sie bei Bedarf kurmäßig, mehrmals täglich ein paar Tropfen.



Rezept - Schlehen-Rosmarin Tonikum (als Sirup)


Schlehen

Rosmarin frisch

Bio Rohrzucker

Optional spagyrische Goldessenz


Schlehen waschen. Zusammen mit einigen Rosmarinzweigen in einen Topf geben und mit Wasser bedecken. Aufkochen und zugedeckt für etwa 15 Minuten köcheln lassen. Durch ein Sieb passieren. Saft abwiegen und mit der gleichen Menge Zucker (z.B. 250 ml Saft und 250 g Zucker) nochmal kurz aufkochen. Noch heiß in saubere Flaschen abfüllen. Optional nach dem Abkühlen einige Tropfen spagyrische Goldessenz zufügen. Am besten im Kühlschrank aufbewahren. Auch den Sirup verwende ich pur oder verdünnt mit etwas Wasser kurmäßig oder bei akuter Erschöpfung und Schwäche.






***


HINWEIS: Dies dient zur Information und ersetzt nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle Hinweise auf Heilwirkung und Gebrauch von Heilpflanzen haben ausschließlich informativen Charakter. Die Umsetzung oder Anwendung der beschriebenen Vorschläge erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Die erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.



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© 2026 Laura Deichl | Hinweis: Ich verspreche Heilung zu keiner Zeit, ich begleite. Heilen kannst Du Dich nur selbst.

Ich betone ausdrücklich, dass meine Arbeit keine Behandlungen durch Ärzte oder Heilpraktiker ersetzt, sondern lediglich der Aktivierung der Selbstheilungskräfte dient.

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