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Königskerze - Lungenkraft & innere Aufrichtung

Laura Deichl
29. Juli
4 Min. Lesezeit

Die wunderschöne Königskerze, alte Heilpflanze bei Husten und Heiserkeit. Ihre Signatur die einer Königin, in ihrer Aufrichtung und Strahlkraft. Sie entwickelt ihre Kraft genau dort wo Spannung ist, und als Pflanze des höchsten Sommers trägt sie eine große Lichtkraft.




Die wunderschöne Königskerze. In den heißesten Sommertagen blüht sie in ihrer erhabenen, königlichen Erscheinung und vor allem Größe. Ihre Signatur durch und durch die einer Königin, in ihrer Aufrichtung und Strahlkraft. Als alte Wetterpflanze liegt es in ihrem Wesen, diese Kraft genau dort zu entwickeln, wo es Spannungen gibt. Im Volksmund auch Himmelsbrand, Marienkerze, Frauenkerze, Wollkraut oder Fackelkraut. Früher wurde die getrocknete Königskerze in Wachs oder Öl getränkt als Fackel verwendet (was übrigens wunderbar funktioniert und schön für eine Ritualbegleitung ist). Ein alter Segensspruch hieß "Die hohe Frau zieht übers Land, in der Hand hält sie den Himmelsbrand." Hier sieht man einen deutlichen Bezug zu Maria, der Himmelskönigin und Erdengöttin. Die Königskerze bildet im Brauchtum auch oft die Mitte der zu Mariahimmelfahrt gebundenen Kräuterbuschen bzw. Weihbüschel. Auf der seelischen Ebene trägt sie zudem eine große Lichtkraft für uns. In der Heilkunde wird sie seit jeher bei Husten und Heiserkeit verwendet. Über das Pflanzenwesen der Königskerze, ihrer Botanik, Verwendung in der Heilkunde und beim Räuchern.


Botanik

Die Königskerze gehört zu den Braunwurzgewächsen (Scrophulariaceae; früher Rachenblütler). Wir finden sie bei uns als großblütige Königskerze (Verbascum densiflorum), gemeine Königskerze (Verbascum phlomoides), oder auch kleinblütige Königskerze (Verbascum thapsus). Sie wächst an äußerst sonnigen, trockenen und steinigen Standorten wie Wegrändern, Schotter oder Schuttflächen. Im ersten Jahr entwickelt sie lediglich ihre weiß-filzige, bodenständige Blattrosette. Erst im zweiten Jahr wächst ihr mannshoher Stängel der im Juni oder Juli mit leuchtend gelben Blüten erblüht.



Pflanzenwesen


Das Wesen der Königskerze ist das einer Königin. In ihrer erhabenen Aufrichtung steht sie in der Landschaft und ist in ihrer Größe und mit ihren strahlend gelben Blüten unübersehbar. Hier wirkt als kosmische Kraft Jupiter, der größte unter den Planeten, dem die Üppigkeit und Fülle wie auch die Maßlosigkeit und das Übermaß gehören, und gleichsam ist er ebenso der König unter den Planeten. Doch gleichzeitig hat diese eindrückliche und imposante Erscheinung und Erhabenheit der Königskerze nichts Überhebliches. Sie scheint geerdet und ruhig, sie weiß um ihre Kraft und Größe. Eine innere Sicherheit, die keine Bestätigung im Außen braucht. Darin wirkt ebenso die Sonne als kosmische Kraft, wie auch in ihren gelben Blüten, die um die Sommersonnwende aufblühen. Hier nimmt sie alle Lichtkraft zum höchsten Stand der Sonne auf. Ihr Standort an spannungsgeladenen Orten, wie unter Stromleitungen, an Bahnstrecken oder auf Schuttplätzen, lässt sie als eine der alten Wetterpflanzen erkennen, und ist Signatur für ihre Kraft, atmosphärische wie seelische Spannungen zu lösen. Gleichermaßen kann man sagen, sie entwickelt ihre große, königlicher Kraft genau da, wo Spannungen sind. Ihre wolligen Blätter vermitteln sind Signatur für Schutz und Geborgenheit, die sie spendet.







Heilkunde


Gemäß der Signaturenlehre weisen ihre großlappigen Blätter die Königskerze als eine der großen Lungenpflanzen aus. Sie enthält unter anderem Schleimstoffe und Saponine. Erstere legen einen schützenden, reizmildernden Film über unsere Schleimhäute, letztere haben eine leichte Reizwirkung und erleichtern das Abhusten von zähem Schleim bei festsitzendem Husten. Zudem enthält sie Aucubin, einen antibiotisch wirksamen Stoff. Die Königskerze ist somit in der überlieferten Heilkunde ein altes Mittel bei Atemwegserkrankungen und Erkältungskrankheiten mit Husten und Heiserkeit. Hildegard von Bingen setzt die Blüten zusammen mit Fenchelsamen und Wein zu ihrem Stimmwein an (zum Rezept hier Königskerzen-Fenchel-Wein). Ein Ölauszug aus ihren Blüten soll gemäß der überlieferten Heilkunde bei Ohrenschmerzen helfen.


Auch auf der seelischen Ebene ist die Königskerze eine wunderbare Heilpflanze. Sie unterstützt uns mit ihrer stimmungsaufhellenden und aufrichtenden Kraft. Schon Hildegard von Bingen erkannte die Königskerze (bei ihr 'De Wullena') als ein Mittel gegen Melancholie . So schreibt sie "Die Königskerze ist warm und trocken und etwas kalt, und wer ein schwaches und trauriges Herz hat, der koche Königskerze mit Fleisch oder mit Fischen oder mit 'Kuchen' ohne andere Kräuter, und er esse das oft, und es stärkt sein Herz und macht es fröhlich."


Verwendet werden die Blüten als Tee oder Tinktur, angesetzt in Wein, Milch oder äußerlich als Ölauszug. Ihre Tinktur soll am besten nur bei Mondlicht ausgezogen werden, da die Blüten einen saphirblauen Inhaltsstoff haben, der bei Sonnenlicht zerstört würde.








Räuchern


Die Königskerze gehört zu den alten Wetterpflanzen, die früher beim Aufziehen eines Gewitters verräuchert wurden. Wetterpflanzen sind die, die in ihrem Wesen eine spannungsabbauende Wirkung im Atmosphärischen haben, sei es in Räumen oder eben auch in unserem eigenen Geist-Seele System. Noch vielmehr ist es genau das Wesen der Königskerze, eben dort ihre ganze Kraft zu entwickeln, wo Spannungen wirken. Sie verleiht uns die königliche Haltung, die wir brauchen, um herausfordernden Situationen aus einer inneren und gelassenen Kraft und Sicherheit heraus zu begegnen, und daran zu wachsen und stark zu werden. Sie wirkt zudem stimmungsaufhellend und erinnert uns daran, uns von unserem inneren, göttlichen Licht führen zu lassen.





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HINWEIS: Dies dient lediglich der Informationen und ersetzt nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.









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© 2026 Laura Deichl | Hinweis: Ich verspreche Heilung zu keiner Zeit, ich begleite. Heilen kannst Du Dich nur selbst.

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