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Eine Begegnung mit dem Pflanzenwesen der Arnika

  • Laura Deichl
  • 10. Feb.
  • 5 Min. Lesezeit

Über eine wunderbare und unerwartete persönliche Begegnung mit der Arnika. Ihr Pflanzenwesen und ihre Heilkraft, die vor allem in körperliche und seelische Verletzungen und Traumata hineinwirken kann.




Für eine Weiterbildung, die ich derzeit wieder bei Marlis und Atita, zwei meiner großen Lehrerinnen mache, hatten wir die Aufgabe bekommen, bis zum nächsten Zusammenkommen mal wieder intensiver mit einem Pflanzenwesen zu gehen, das uns gerade ruft. Mir kam spontan gleich eine Pflanze in den Sinn, mit der ich mich schon länger mal näher beschäftigen wollte. Ich begann auch mit meinem inneren Forschen, aber irgendwie ging die Tür zu ihr nicht wirklich auf. Ein paar Tage später hatte ich einen Termin zum Entfernen eines Weisheitszahns. Und plötzlich war stattdessen das Pflanzenwesen der Arnika da - und in einer halben Stunde hatte ich meine 'Hausaufgabe' erledigt. Über eine wunderbare und unerwartete Begegnung mit der Arnika, ihr Pflanzenwesen und ihre Heilkraft.



Begegnung - das Harte ins Weiche


Wer schon mal eine Zahnextraktion hatte, kennt das vielleicht. Ich war jedoch nicht darauf gefasst, dass man sich fühlt wie Asphalt, der von einem Presslufthammer oder Meißel bearbeitet wird. Und, laut. Mein sowieso sehr feines System war nach dem Termin wie unter Schock, ich war so benebelt, dass ich nicht einmal mehr die fünf Minuten zu Fuß heim laufen konnte. Zurück zuhause lag ich am Sofa und mein ganzes System, meine stofflichen und feinstofflichen Körper, fühlten sich an wie versteinert. Mir kam der Begriff 'zerrüttet', und das Erkennen, aha, das ist also Härte. So nahm ich nach sorgfältigster Anweisung von Atita in Potenz, Menge und Rhythmus Arnika Globuli. Und Minute für Minute wich das Harte dem Weichen. Und zwar in einer solchen Intensität, dass ich das Gefühl hatte, nie zuvor im Leben eine solche Weichheit erfahren zu haben. Da lag ich am Sofa, gebettet auf Lammfell mit Wollpulli und Wolldecke, draußen rieselte ununterbrochen der Schnee, und ich lag behütet wie in den Armen der Großen Mutter. Und alles war so unfassbar weich. Zudem fiel plötzlich das Gayatri Mantra in mich hinein. Das unwiederholbare Mantra, das große Mantra, das jede Form auflöst. So lief die Version von Deva Premal über fast eine halbe Stunde. Und es entsprach so sehr der Arnika Frequenz, dass ich irgendwann in meinem tranceartigen, ultraweichen Zustand die Arnika hören und das Mantra fühlen konnte. Sie webten sich ineinander, bis zur Unkenntlichkeit ihrer Unterscheidung.


Und in mir die Erkenntnis: das ist das Arnikawesen. Dort wo etwas durch Einflüsse aus dem Außen zerrüttet wird, in eine Härte fällt, führt die Arnika in die Weichheit. Und zwar nicht in einem 'Aufweichen' der Härte, sondern in einen Raum, in dem es den Begriff von Härte gar nicht gibt. Lustigerweise kam ich am Wochenende darauf wieder zu Atita in die Ausbildung, und sie sagte (ohne mit ihr meine Erkenntis vorher geteilt zu haben) über das Wesen der Arnika genau das: sie führt das Harte ins Weiche. In der halben Stunde nach meiner Zahnextraktion hat sich mir das Arnikawesen offenbart, das ich zuvor nie näher erforscht hatte. Ohne jede Mühe und Anstrengung meinerseits. Das sind die Pflanzenwesen. Sie zeigen sich uns, wenn wir offen sind. Und sie begleiten uns.



Botanik


Die Echte Arnika (Arnica montana), gehört zu den Korbblütler und wächst in den Gebirgen Europas bis in Höhen von 2800 Metern (!) auf saurem und magerem Boden. Die Arnika ist geschützt, darf also nicht wild gesammelt werden. Ihre Wuchshöhe als krautige Pflanze beträgt 20-60 cm. In Mitteleuropa blüht sie zwischen Mai und August mit dottergelben Blüten, die oft wirr in verschieden Richtungen abstehen. Sie gilt aufgrund ihrer Inhaltsstoffe als Giftpflanze, so wird von ihrer inneren Einnahme dringend abgeraten.


Signatur und Pflanzenwesen


Die Arnika ist mit ihren sonnengelben Blüten planeatisch natürlich unter anderem der Sonne zugeordnet, was ihren wohligen und seelenerwärmenden Charakter zum Ausdruck bringt. Ihre Blüten, die in alle Richtungen abstehen, wirken dabei aber immer etwas zerzaust. Das weist auf den neuen Planet Uranus hin. Der folgt in seiner Planetenbahn nicht dem gewöhnlichen, geordneten Muster der anderen Planeten, sondern einer eigenen, scheinbar chaotischen Bahn. Er ist quasi unberechenbar, man weiß nie woher er kommt, weswegen ihm das Plötzliche und die Unfälle unterstehen. Hier sieht man schon den Bezug der Arnika zu Unfällen und zum Trauma, wie weiter unten ausgeführt. Die seitlichen Nebenblüten der Arnika sind gestalthaft, was immer auf eine große Wirkung auf den ganzen Menschen hinweist. Die Arnika ist weiter unter zahlreichen volkstümlichen Namen bekannt (was ebenso immer auf eine früher wichtige Heilpflanze hinweist). Um nur einige wenige zu nennen: Bergwohlverleih, Engelkraut, Fallkraut, Kraftwurz, Wundkraut, Wolfsblume, Bergwegebreit, Bergwurz, Gemsblume, dat Wohverlei, Wolfsdistel oder Wolfsblome, Wolfsbanner, Donnerwurz oder Johannisblume. Diese Namen weisen schon teilweise darauf hin, dass die Arnika auch eine alte Zauberpflanze war. Sie spielt insbesondere im alten Pflanzenbrauchtum um die Sommersonnwende eine Rolle, zu der sie blüht. So steckten die Bauern am Vorabend der Sonnwende Arnikasträuße an die Ecken ihrer Kornfelder, um zu verhindern, dass 'Korndämonen' die Ernte vernichten, indem sie die Halme umlegten. Auch zählt die Arnika zu den alten Marienpflanzen, die zur Kräuterweihe zu Mariahimmelfahrt im August mit in den Kräuterbuschen gebunden wurden.






Heilkunde


Es wird vermutet, dass die von Hildegard von Bingen unter dem Namen 'Wolfsgelegena' sehr geschätzte Heilpflanze der Arnika entspricht. Ab dem 18 Jahrhundert war die Arnika eine Heilpflanze für verschiedenste Beschwerden und wurde unter anderem bei Blutergüssen und allgemeinen Verletzungen eingesetzt, ebenso bei Gicht, Rheuma, Krampfadern oder Venenentzündungen. Früher wurde die Arnika auch Schnupftabak zugesetzt, da sie die Nasenschleimhäute reizt, oder mit Huflattich und Königskerze zusammen als Kräutertabak geraucht.


Auch heute kennt man die Verwendung von Arnika bei Verletzungen oder rheumatischen Beschwerden der Muskeln oder Gelenken. In der Homöopathie ist Arnika das Mittel für Traumabehandlung. Es wird unterstützend bei Verletzungen oder nach Operationen eingesetzt, damit Wunden schneller heilen und Schwellungen abklingen. Auf der seelischen Ebene wird die Arnika gerne bei seelischen Traumata eingesetzt, vor allem dann, wenn der Mensch von seinem Trauma träumt.


Eingesetzt wird die Arnika in Blüten, Kraut und Wurzel sowohl als Tinktur oder Tee, beides nur äußerlich. Innerlich aufgrund ihrer giftigen Inhaltsstoffe nur homöopathisch. Auch beim Räuchern kann sie wunderbar wirken.




Rezept - Arnikatinktur


15 g Arnikablüten getrocknet

100 ml Alkohol (70 % vol.)

Salz oder Zitronensaft


Arnikablüten in ein Schraubglas geben. Mit dem Alkohol auffüllten und verschließen. Täglich schütteln und nach 4 Wochen abseihen. Nur äußerlich verwenden (siehe Hinweise unten!).





Empfehlung:


Pflanzendevas | Intensivseminar. Die kosmisch-irdische Pflanzenarbeit. 4.-7.6.26, Lindenhof/Tuttlingen. Infos und Anmeldung hier.






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HINWEIS: Die Echte Arnika ist geschützt. Nur aus dem eigenen Garten oder aus dem Handel verwenden. Nicht bei Korbblütlerallergie. Arnik nicht innerlich einnehmen. Nicht in der Schwangerschaft. Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.

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