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Systemisches Aufstellungsarbeit & Räuchern

  • Laura Deichl
  • 22. Dez. 2025
  • 4 Min. Lesezeit

Was hat das Räuchern mit der systemischen Aufstellungsarbeit zu tun? Wie das Verräuchern von Heilpflanzen in der Aufstellungsarbeit Heilbewegungen anstoßen und die finale Wandlung von Themen unterstützen kann.




Vielleicht fragst du dich, was die systemische Aufstellungsarbeit mit dem Räuchern zu tun hat. Kurz gesagt, die Pflanzen tragen eine unglaubliche Kraft in sich und können dort eine Heilbewegung ermöglichen, wo eine gewöhnliche Aufstellung 'hängen' bleibt. So wollte ich an dieser Stelle gerne mal wieder meine Arbeitsweise in der Aufstellungsarbeit beschreiben, die ich erlernen durfte und selbst in meiner Arbeit immer wieder als unfassbar effektiv und heilsam erlebe. Ich wurde ursprünglich in den Paracelsus Heilpraktikerschulen ausgebildet und zertifiziert als systemischer Coach und Beraterin. Meine Methodik beruht jedoch mittlerweile größtenteils auf der Aufstellungsarbeit nach Atma WORKS. Diese Methodik basiert auf der systemischen, miasmatischen Homöopathie (und damit auf dem sehr komplexen und uralten Wissen der Kabbala und andere Heiltraditionen dieser Welt) und wurde über 30 Jahre von meinen großen Lehrerinnen Marlis Bader und Atita Hammes entwickelt, von denen ich sie erlernen durfte (und es in Weiterbildungen weiterhin tue).


Sie zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass sie in der heilenden Neuordnung größtmöglich auf die Feldintelligenz vertraut und so wenig wie möglich eingreift (was in anderen Methoden oft zu starken Irritationen oder Verzerrungen führt). Impulse erfolgen allenfalls achtsam als Unterstützung der natürlichen Bewegungen des Feldes mit dem Verräuchern von Heilpflanzen und Mitteln auf Basis der Miasmenlehre sowie vereinzelt auch Worten oder Sätzen. Wo andere Aufstellungsmethoden oft hängen bleiben oder über verstandesmäßige Anstrengungen Lösungsbewegungen erzwingen wollen, können die Informationen der Heilpflanzen tief in die Gefüge hineinwirken und uns mühelos weiterführen.



Die heilsame Ordnung


Systemische Aufstellungsarbeit dient dazu, aufzudecken, wie hintergründige Dynamiken, unsichtbare Zusammenhänge, Bindungen, Verstrickungen und Blockaden – und die damit verbundenen Glaubenssätze, Themen, Muster und Verhalten – auf der unbewussten Ebene unser Leben beeinflussen. Durch das systemische Aufstellen und einfache Zustimmen zu dem was ist, kommt auf heilsame Weise etwas in Bewegung. Zum einen ist das Sichtbarmachen vorher nicht sichtbarer Zusammenhänge natürlich ein Schritt der Bewusstwerdung. Doch das ist nur die Oberfläche der systemischen Arbeit. Denn schon im Prozess arbeiten wir im Feld, und das jenseits von Raum und Zeit. Nicht umsonst ist das Aufstellen eigentlich eine Methode, die aus schamanischen Kulturen stammt, und erst viel später von der westlichen Psychologie vereinnahmt wurde.

Das System findet im energetischen Hintergrund wieder in seine natürliche Ordnung und damit lösen sich auch die sichtbaren und spürbaren Blockaden in der eigenen Lebenssituation. Dadurch wird die Energie wieder frei, die vorher gebunden war.



Räuchern in der Aufstellung


Doch manchmal kommt es in der Aufstellungsarbeit dazu, dass Bewegungen scheinbar stecken bleiben und sich nicht vollziehen könne, oder dass das ganze System in eine Stagnation rutscht, weil es schon so lange in einer bestimmten Schmerzkörperdynamik schwingt, dass es überhaupt nichts anderes kennt. In der gewöhnlichen Aufstellungsarbeit werden die Prozesse hier sehr zäh oder langwierig, oder man tendiert schon dazu, auf eine eher (subtil) aggressive Art und Weise (natürlich aus gutem Willen) die Heilbewegungen erzwingen zu wollen. Das geht aber erfahrungsgemäß immer nach hinten los, da nur das System selbst weiß, welche Bewegungen machbar sind (und sich Heilungsdynamiken letztendlich immer unserer Kontrolle entziehen). Doch genau da können wir mit den Heilpflanzen unterstützend Impulse setzen, indem sie bestimmte Informationen ins Feld geben, welche das Feld liest und verstoffwechseln kann.


Das Räuchern arbeitet über die stoffliche Eben hinaus immer mit dem Geist der Pflanze. Im alchimistischen Sinne wird durch das Verglühen der Pflanzenteile der Pflanzengeist von seiner stofflichen Form gelöst und kann damit frei als Information ins Feld laufen. Das Feld liest diese Information und geht in eine entsprechend neue Bewegung. Je nach Frequenzebene der Aufstellung werden entweder Heilpflanzen und Salz in ihrer stofflichen Form, oder homöopathische Mittel verräuchert (das sollte man nur tun, wenn fachkundig, weil die erfahrungsgemäß tief in Gefüge hineinwirken und man fähig sein sollt, eventuelle Folgebewegungen aufzufangen).


In einer Aufstellung folgen wir dabei immer nur den natürlichen Bewegungen des Feldes selbst, ohne etwa künstlich bestimmte Bewegungen anzustoßen oder erzwingen zu wollen. Wir beobachten lediglich die natürlichen Bewegungen im System und unterstützen diese mit den entsprechenden Pflanzen.



Gleiches mit Gleichem


Die Methodik basiert dabei auf der Miasmenlehre aus der Homöopathie. Die Miasmatik ist, wie gesagt, ein sehr komplexes, vielschichtiges, aber unfassbar effektives System, um Heilung zu begleiten (dazu vielleicht noch mal ein gesonderter Beitrag, hier nur in absoluter Kürze). Miasmen (es gibt 10 an der Zahl) sind Dunstwolken, Verwirrungen im Menschlichen, die ein bestimmtes Bild aufweisen. Einem Miasma sind somit unter anderem bestimmte körperliche und seelische Beschwerden zugeordnet, zudem auch eine bestimmte Planetenkraft, eine Zeitqualität, ganz bestimmte Heilpflanzen und Mittel & Co. Heilungsbewegungen erfolgen innerhalb des Systems immer in bestimmten Richtungen von einem ins andere Miasma. Wären beispielsweise im System oder der Ahnenlinie Themen wie Gewalt, Zerstörung, Selbstzerstörung oder Autoimmunerkrankungen sehr präsent, würde das auf ein syphilitisches Grundbild hindeuten (Miasma der Syphilinie, Mars). Auch wenn es paradox klingt, ein folgender Befall mit Läusen beim Menschen oder Schimmel im Haus, wären erst einmal als Heilungsbewegungen anzusehen (weil das entsprechende Miasma der Parasitose weniger dicht ist), und wiederum entsprechend zu unterstützen statt zu unterdrücken.


Kennen wir die miasmatischen Grundbewegungen, können wir Heilbewegungen des Menschen besser erkennen und entsprechend fachkundig begleiten. So werden Bewegungen nicht unterdrückt oder beseitigt (allopathisch), sondern mit der unterstützenden Pflanze oder dem passenden Mittel begleitet (homöopathisch). Kommt in der Aufstellung beispielsweise Wut auf, unterstützen wir diese mit dem Räuchern von Wermut oder je nach Anforderung auch Absinthium, um sie in die Lösung zu begleiten. Trauer wird mit Rosmarin begleitet, Ahnenthemen werden mit Wacholder geöffnet und begleitet, und so weiter.



Das einfache Zustimmen


Durch das Räuchern der passenden Pflanzen oder Mittel können wir also auf einer energetischen und geistig-seelischen Ebene Blockaden kurzzeitig lösen, und damit die Öffnung ermöglichen, die es braucht, damit Unerlöstes kann sich zeigen kann. Dann ist es meist auch nicht mal mehr wichtig, seine Wurzel zu kennen. In diesem Moment geht es meist nur noch um das absolute Gewahrsein und stille Zustimmen, zu dem was ist. Dadurch passiert so oft eine spontane Wandlung in sich selbst, ohne dass es danach noch irgendetwas zu tun gäbe.






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Mehr Infos zu meiner Einzelbegleitung und Terminabsprache findest du auch hier.



Hinweis: Diese Informationen ersetzen nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt.

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