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Heiliger Berg - Geomantie des Walberla & Rodensteins

  • Laura Deichl
  • 10. Mai
  • 4 Min. Lesezeit

Der Ehrenbürg. Mit seinen zwei Gipfeln des Walberla und Rodensteins einer der heiligsten und unglaublich eindrücklichen Berge dieser Region. Über die Geomantie des Ortes.


Blick nach Süden auf dem Weg zum Rodenstein
Blick nach Süden auf dem Weg zum Rodenstein

Dieser Tage auf einem der heiligsten Berge hier in der Region, von Weithin ist er schon sichtbar. Der Ehrenbürg, besser bekannt unter seinen zwei Gipfeln Walberla (512 m) und Rodenstein (532 m). Es ist ein warmer und sonniger Tag im Mai. Von Süden kommend (kleiner Parkplatz bei Schlaifhausen) begehen wir den heiligen Berg. Ein unglaublich prägnanter und weithin sichtbarer Inselberg bzw. Tafelberg mit zwei Gipfeln, die über einen Sattel miteinander verbunden sind, vor 135 bis 200 Millionen Jahren als Riff im Jurameer entstanden. Bekannt ist er zum einen für seine außergewöhnlich Flora und Fauna. In den unter Naturschutz stehenden Magerrasen, Wiesen und Kirschgärten gibt neben verschiedensten Orchideen auch andere sehr seltene Pflanzenarten und viele Schmetterlinge. Zum anderen ist der Ort aber auch geschichtlich unglaublich spannend. Nachweislich schon vor 6000 Jahren (!) besiedelt, findet man heute noch Reste einer keltischen Ringwallanlage mit mehreren Toren. Der Berg war wohl schon zur Bronze- und Eisenzeit eines der wichtigsten Handelszentren bis in den Mittelmeerraum. Doch über diese profane Bedeutung hinaus, ist der Ehrenbürg wohl auch ein sehr alter, heiliger Kultort. Über die Geomantie des Ortes.



Sonnenqualität und Einbindung


Von Süden kommend gehen wir zunächst steil bergauf Richtung Rodenstein, dem ersten Gipfel des Tafelbergs. Die ganze Landschaft blüht und duftet unter der warmen und an diesem Tag sehr starken Maisonne. Das Licht ist schon fast unwirklich hell. Die Wiesen leuchten in den schönsten Farben mit Pflanzenarten, die man sonst nur noch selten sieht. Schon von unten kommend hat der Berg im Hinblick auf die kosmischen, planetaren Kräfte eine starke Sonnenqualität (auch wenn die Bergform als Tafelberg geomantisch eher Saturn zugeordnet wird). Diese solare Qualität verkörpert sich gleichermaßen in unglaublich vielen Eschen (dem wohl sonnenhaftesten unter den Bäumen), die man über den ganzen Berg hinweg findet.


Der Berg ist eindrücklich in die Landschaft eingebunden. Vor allem Richtung Westen hat man einen unfassbar weiten Blick in die Ferne. Mich fasziniert aber vor allem die bewaldetet Hügelkette im Süden, die etwas unglaublich beseeltes, heiles und unberührtes hat (siehe Titelbild oben). Hier scheint mir das Äthergefüge so frei schwingend und unverzerrt, wie man es heutzutage bei uns kaum mehr findet. Man sieht die Erde fast atmen, als lebendiges Wesen, unglaublich berührend.



Rodenstein, hitzige Drachenkraft


Auf dem Weg Richtung Rodenstein verweilen wir eine Zeit am Wiesenrand sitzend. Fast schon wie ein angelegter Steingarten mutet die Stelle an, aus jeder Ritze wachsen blühende Pflanzen. Obwohl der Berg so erhaben in der Landschaft liegt und sich quasi schon Richtung Himmel wölbt, ist für mich hier die Erdkraft bzw. Drachenkraft unglaublich präsent. Mit einer schon fast physisch spürbaren Hitze scheint sie aus den tiefsten Tiefen der Erde auszustrahlen. Ewig hätt ich hier verweilen können.




Blick vom Rodenstein zum Walberla mit Kapelle
Blick vom Rodenstein zum Walberla mit Kapelle


Auf dem Weg zum Walberla mit Kapelle.
Auf dem Weg zum Walberla mit Kapelle.

Walberla, kosmischer Parabol


Für mich komplett anders in der Qualität ist dann das Walberla, der zweite Gipfel, zu dem man entlang des Sattels durch eine weite Senke läuft. Für sich genommen ebenso wieder sattelförmig, oder schon vielmehr, parabolförmig, wie eine große Satellitenschüssel, wölbt er sich dem Kosmos entgegen (siehe Bild oben). In der Mitte dieser schon fast schiffförmigen Schale (Stefan sagte, wie die Arche Noah, stimmt irgendwie) liegt eine im 17 Jhd. erbaute Kapelle (erste Nennung allerdings schon um 1360), die der heiligen Walburga geweiht ist (noch heute gibt es dort ihr zu Ehren Anfang Mai ein großes Fest, siehe Walpurgis/Beltane).


Hier öffnet sich in meiner Wahrnehmung eine fast unwirkliche Verbindung nach oben, aber nicht mal so sehr in das Kosmische als der geistigen Welt, sondern vielmehr in den physischen Himmel und zu den Sternen. Es kommt mir fast vor, wie eine Empfangsschale für Sterneninformationen.



Blick auf den 'Parabol' des Walberla Richtung Westen.
Blick auf den 'Parabol' des Walberla Richtung Westen.
Blick vom Walberla Richtung Südwest.
Blick vom Walberla Richtung Südwest.

Verkörpertes Yin & Yang Zeichen


Spannenderweise nehme ich das Walberla trotz der Öffnung zum Kosmos primär sehr weiblich wahr, weil so empfangend in seiner Form und Qualität. Wohingegen der Rodenstein trotz seiner Drachenkraft, die ja grundsätzlich eher dem Irdischen und Weiblichen zugeordnet ist, in seiner hitzigen Impulskraft sehr männlich ist. Quasi als Umstülpung, die die doppelte Natur und Spiegelnatur unserer Schöpfung zwischen Geist und Materie zum Ausdruck bringt. Im Sinne von - was hier im Sichtbaren das Eine ist, ist im Verborgenen genau das Andere. Das Himmlisch-Weibliche (wie man es zum Beispiel auch aus der ägyptischen Mythologie kennt, in der Sternengöttin Nuth, deren Körper und Kleid das Sternengewölbe bildet), und das Irdisch-Männliche, das den Sternenkosmos von unten befruchtet.


Dabei wölben sich am Berg eigentlich drei Sattel- bzw. Drachenrücken ineinander (einer längs, der ganze Berg; einer quer dazu, das Walberla; und ein Drachenrücken ebenso quer, der zum Rodenstein läuft). So kommt mir der ganze Berg schon fast wie ein verkörpertes, Ort-gewordenes Taijitu Symbol vor, bei dem sich zwei Qualitäten (Yang und Yin, männlich und weiblich, aktiv und passiv, licht und dunkel) ineinander spiralisieren, wobei sich in jeder der Qualitäten ein Aspekt der andere findet (jeweils der Punkt im Symbol).


Das Walberla hat für mich dabei die Qualität einer Einatmung, der Rodenstein einer Ausatmung (jedoch geomantisch weniger im Sinne der ätherischen, Lebenskraftebene, sondern eher auf einer geistig-seelischen Ebene).


Geomantisch finden wir auf dem Walberla zudem unter anderem ein Landschaftszentrum, eine Drachenlinie, die entlang des großen Sattels über den Rodenstein und das Walberla läuft, sowie eine Leyline, die die Drachenlinie etwa in Höhe der Kapelle kreuzt.


Alles in allem ein ganz wunderbarer Ort, an dem sich Himmel und Erde auf unglaublich kraftvolle Weise vereinigen und verbinden, und der auch uns in dieses Bewusstsein führt.



Blick vom Walberla auf den Drachenrücken des Rodenstein.
Blick vom Walberla auf den Drachenrücken des Rodenstein.

Felsformationen an der Westkante des Walberla.
Felsformationen an der Westkante des Walberla.



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