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Miasma der Psora - Fundament unseres irdischen Daseins

Laura Deichl
6. Okt.
8 Min. Lesezeit

Eine freie Psora ist das stabile Fundament unseres irdischen Daseins jenseits von Mangel Angst und Unsicherheit, das sich in der Materie allzeit versorgt und geborgen fühlt. Auch ist sie Grundlage unserer Ich-Entwicklung und unser ganzes Zustimmen zum irdischen Leben.






Über die letzten zwei Monate bin ich selbst einen tiefen Forschungsweg mit dem Miasma der Psora gegangen. Die Psora, oder Jesod in der Kabbala, ist der Boden, über den wir uns in unser irdisches Menschsein inkarnieren und das stabile Fundament auf dem unser Dasein in der Form ruht. Ist die Psora gebunden, ist in uns Unsicherheit, Angst, Getrenntsein und Mangel, und wir leben im Überlebensmodus. Oder versuchen dies in einer Haltung von Selbstbezogenheit und Egozentrik zu überdecken - eine vermeintliche Selbstsicherheit und Unabhängigkeit, die aber immer anstrengend sein wird, weil ihr der Boden fehlt. Ist die Psora in uns frei und stabil, werden wir uns in jedem Moment im Leben geborgen, sicher und versorgt, zugehörig fühlen. Egal wie sehr es im Außen tobt. Sie ist damit auch Fundament für eine gesunde und freie Ich-Entwicklung jenseits des Massenbewusstseins. Die Psora hat unheimlich viel mit dem Kollektiv zu tun, und stellt in ihrem Wesen eigentlich die Frage nach der Individualität im Kollektiv - die, wenn sie gemeistert ist, unser eigentliches Menschsein verwirklicht. Über das Miasma der Psora in ihrem gebundenen und freien Zustand.



Exkurs - Die Miasmatik


Zuvor aber noch kurz ein paar Sätze zur Miasmatik, für die, die sich noch nicht kennen (ansonsten kannst du das überspringen :)). Die Miasmatik kommt eigentlich aus der Homoöpathie und gründet auf dem großen Meister Samuel Hahnemann. Doch so wie sie Peter Gienow weiterentwickelt und meine Lehrerin Atita Hammes in der Arbeit mit Menschen weiter umgesetzt hat, basiert sie eigentlich auf uraltem und sehr komplexem Wissen der Menschheit um Schöpfungsstrukturen, wie den Essenzen der Hermetik und Alchimie, der Astrologie, der jüdischen und christlichen Mystik und Kabbala, der traditionell abendländischen Medizin inklusive dem Weltbild Homöopathie, wie auch des Daoismus und anderen großen Heiltraditionen dieser Welt. Darin beschreibt die Miasmatik, wie sich Menschen bzw. Systeme in den Gesetzmäßigkeiten der geformten Welt in Raum und Zeit heilen können. Sie ist sozusagen, wie der Lebensbaum der Kabbala (Sephirotbaum), auf dem sie basiert, ein mystisches Welterklärungsmodell.


Die Miasmen (es gibt 10 an der Zahl, eine davon die Psora) sind Dunstwolken, Verwirrungen im Menschlichen, die ein bestimmtes Bild aufweisen. Einem Miasma sind unter anderem bestimmte Organe wie auch körperliche und seelische Themen und Beschwerden zugeordnet, eine bestimmte kosmische Planetenkraft und Zeitqualität, sowie auch Mittel und Arzneien, Heilpflanzen, Mineralien & Co.



Der Boden unserer Inkarnation


Die Psora ist darin das unterste Miasma im Lebensbaum (siehe Abbildung unten), der Urgrund unseres irdischen menschlichen Lebens. Und spiegelt sich als unterstes Miasma ins oberste, ins All-Eine, Göttliche, den Ursprung. Ganz oben im miasmatischen Baum, weit über dem Schleier, ist die Ur-Karzinogenie (bzw. in der Kabbala Kether). Die Quelle, das Göttliche, das große Nichts, Gottvater/Gottmutter. Ganz unten steht dem die Psora gegenüber (bzw. in der Kabbala Jesod und Malkuth; Mond und Erde). Wenn wir uns inkarnieren fallen wir aus der göttlichen Welt durch den Schleier des Vergessens (siehe im Vedischen Maya, der Schleier des Illusion) und landen schließlich über die ganzen Abkühlungs- und Verdichtungsstufen in unserem physischen Körper am Boden der Psora. Die Psora ist die maximale Verdichtung in der Materie, Erdenleben pur. Nur auf dem Fundament der Psora können wir ein Sein entwickeln, das jedes Gefühl von Mangel, Unsicherheit, Angst und Getrenntsein transzendiert hat. Doch aus bestimmten urarchaischen Prägungen, die in uns gespeichert sind, ist die Psora in den meisten von uns gebunden.


 



 


tsora-at - die mystische Urmutter aller Krankheiten


So wird die Psora, oder Hebräisch tsora-at, wird auch als die Urmutter aller Krankheiten bezeichnet. Sie ist uns allen Menschen gemein, kein einziger von uns ausgenommen, und begleitet uns seit Anbeginn der Zeit. Doch wurde sie in früher Zeit nie von einem Arzt, sondern immer von einem Priester festgestellt. Denn im sichtbaren Sinne hat sie mit der Haut zu tun (siehe Lepra, Scabies, Aussatz), im Unsichtbaren aber mit dem Getrenntsein, der Schuld und der Angst, die unsere Entscheidung für ein inkarniertes und individualisierten Menschsein mit sich brachte. Die getroffen wurde als der erste (noch androgyne) Urmensch Adam Kadmon das Göttliche verlassen hat und seinen eigenen Weg gehen wollte. Und sich die Welt in abermilliarden Teile zersplitterte.




Spiegelwelt - Kollektiv, Trennung, Per-sona


Die Psora hat also viel mit dem Kollektiv zu tun, und mit der Zersplitterung des Einen kosmsichen Menschen in abermilliarden getrennte Individuen. Das Wesen der Psora ist die Frage nach dem Individuum im Kollektiv, und der Frage nach empfundener Zugehörigkeit oder Trennung. In ihrer erlösten, gewandelten Form ein Abgreifen des kollektiven Erdbewusstseins mit all seinen Strömungen, in ihrer gebunden Form jedoch das Mitschwimmen im Massenbewusstsein, das bloße Spiegeln des Lichts der anderen (Mondlicht!).


Die Psora, der Boden unseres Erdendaseins, wird vom Mond regiert. Der Mond verkörpert die irdische Welt, die Rhythmen und Zyklen unterliegt, und mit dem Wasser zu tun hat. Die geformte Welt, mit Raum und Zeit (in der Psora baut sich die lineare Zeit auf). Diese Welt ist eine Spiegelwelt. Wie der Mond nur das Licht der Sonne spiegelt und nicht selbst strahlt, spiegelt der Mensch über die Spiegelneuronenaktivität im Gehirn nur seine innere Überzeugungen ins Außen, die ihm als Wirklichkeit begegnen. Die psorische Welt ist deshalb auch eine Welt der Beschreibungen. Sie liefert uns über unsere Prägungen und Lernen vorgefertigte Konzepte, wie wir sie sehen sollen.


Wenn wir unsere Individualität noch nicht sehr oder überhaupt noch nicht entwickelt haben, ist in uns erstmal ausschließlich die Bewegung mit dem Morphofeld, in das wir uns hineingeboren haben, oder mit dem, was wir aus früheren Erinnerungen in unseren Zellen mitgebracht haben (Ahnen, Karma). Den Beschreibungen über die Welt, die in uns eingeprägt sind. So ist sie. . In diesem Zustand versuchen wir unbewusst dem zu entsprechen. Sei es dem Sippengewissen oder Familiengewissen ('Bei uns war das schon immer so...' 'Bei uns gabs das nicht...' 'Ein Huber/Meyer/... ist so und so' 'Was denken denn sonst die Eltern'). Sei es dem Kollektivgewissen ('Hier macht man Karierre/hat man Haus, Auto und Kinder', 'In Deutschland macht man sich über alles Sorgen...' 'Was die Wissenschaft sagt...' 'In den Medien steht...' 'Aber das kann man doch nicht machen...').


Solange diese Sätze noch unbewusst wirken, meinen wir, es sind unsere eigenen. Und sie führen sie uns in ein Leben, das nicht unseres ist. Sei es in Reichtum, den wir eigentlich gar nicht wollen, sei es in Armut, die eigentlich die unserer Ahnen ist. In Beziehungen, die unfrei sind statt befruchtend und leuchtend. In eine Arbeit, die uns auslaugt statt erfüllt. In Erfahrungen, die eigentlich nur vergangenes ungesehenes und unverarbeitetes Schicksal unserer Ahnen (oder unser eigenes) reproduzieren oder versuchen etwas zu sühnen. Wir werden gelebt, statt aus unserer eigenen Kraft heraus zu leben. Hier sind wir nur Persona, Persönlichkeit. Per-sonare = es klingt durch mich hindurch. Das Kollektiv klingt durch mich. Es sagt mir, wie die Welt funktioniert und wie ich mich darin am besten zu verhalten habe. Aber da ist noch kein Ich. So lässt sich unsere Individualität nicht entwickeln, und unser ureigene Seelensignatur nicht leben - die aber unbedingt gelebt werden möchte. Das erzeugt fortwährend Reibung ins uns, die nach Lösung sucht.


Es ist wunderbar, urmenschlich und unerlässlich in ein Kollektiv eingebettet zu sein. Aber an einem bestimmten Punkt darf etwas in uns aufwachen, das merkt, dass es eben nicht nur das Kollektiv ist. Sondern dass in uns etwas angelegt ist, das unfassbar individuell und ganz punktuell genau für uns gemeint ist. Die Ich-Keime, oder Seelensignatur, die wir von Anfang an mitbringen - und die irgendwann einfach gelebt werden möchten. Wenn das langsam, und zum stimmigen Zeitpunkt, in uns bewusst wird, gehen wir erst einmal in eine (heilsame) Reibung mit dem Kollektiv. Bis wir irgendwann so frei sind, dass wir wieder ganz in ihm leben können - aber in unserer maximalen Individualität.



​Psorische Grundthemen


Die Themen der Psora im gebundenen Zustand sind also die Grundtrennung, fiktive Ängste, Bedrohlichkeit und fehlendes Vertrauen, Mangel und Sorgen, Dazugehörenwollen, Verunsicherung und die Suche nach Sicherheiten und Versicherungen, Kampf und Flucht, Kontrolle und Überreaktion, Einsamkeit und Verlustangst, Ausschluss und Isolation, Gefühle der Minderwertigkeit, Anpassung und Abgrenzung, Verstummen, Gleichheit und Masse. Aus der Angst des Getrenntseins, ziehen wir unser Individualität zurück und versuchen wir maximale Gleichheit mit dem Kollektiv zu erzeugen (‘Ich muss mich ent-ichen um zu lieben/geliebt zu werden’). Wir spiegeln nur das Außen, wie das Mondlicht.


Im Körper ist ihr primär die Haut als Organ zugeordnet. Das was unser Innen vom Außen trennt, quasi unsere Abgrenzung im Körperlichen. Wo höre ich auf, und wo beginnt das Außen? Wer bin ich, und wer sind die anderen?




Heilpflanzen und Mittel der Psora


Heilpflanzen und Mittel, die in der Psora und ihren Themen wirken, gibt es natürlich unglaublich viele, je nach Bild und Frequenz beim individuellen Menschen. Sehr wichtig sind aber in der latenten Psora das Silber (Metall des Mondes!), die Myrrhe (Das 'Ja' zum Irdischen, auch wenn es manchmal 'bitter' ist) und die Katzenminze (Ich gehe meinen Weg, auch wenn es euch nicht gefällt). In der aktiven Psora und Erschöpfungspsora unter unter anderem Sulfur/Schwefel, Belladonna, Aconitum, Muskatellersalbei und viele mehr.



 



Das sichere Fundament


Eine gewandelte, freie Psora ist das stabile Fundament (siehe Jesod = Fundament) unseres irdischen Daseins jenseits von Mangel Angst und Unsicherheit, das sich in der Materie geborgen, allzeit versorgt und sicher fühlt. Und damit unsere Fähigkeit, uns in unserer maximalen Individualität in der Trennung der Form zu leben, und uns trotzdem mit allem und allen verbunden und zugehörig zu fühlen - und ohne jeder Idee von 'wir müssten uns erklären'. Ebenso ist sie die Grundlage unserer ureigenen Ich-Entwicklung, die keine Egozentrik und keine Anstrengung braucht. Sie ist unsere Fähigkeit zu sehen, dass unsere äußere Wirklichkeit nur ein Spiegelprodukt unseres Inneren ist, und diese Wirklichkeit gleichermaßen zu verändern.

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Eine stabile Psora zu bauen, voll und ganz hier anzukommen auf Erden und das hat eine große Ruhe und Sattheit (die der Abgehobenheit entgegensteht). Sie ist das große 'Ja' zu allem was Leben ist, auch wenn es manchmal herausfordernd ist. Sie ist die absolute, selbst-generierte innere Stille und Ruhe ins, auch wenn die Welt draußen tobt, das Zentrum des Zyklons - und gleichermaßen die ultimative Zustimmung zu dieser bewegten irdischen Welt, mit allem was dazugehört.



Das freie Kollektivbewusstsein & göttliches Sein


In ihrer Meisterschaft ist eine erlöste Psora das volle und präzise Abgreifen des menschlichen Kollektivbewusstseins und seiner Strömungen. Und in ihrer maximalen Spiegelung hinauf ins Göttliche bedeutet sie, zum Mystiker zu werden, der in jeder noch so unvollkommenen Facette dieser Schöpfung die Vollkommenheit und pure Schönheit sieht. Oder wir Mother Meera, eine wunderbare indische Mystikerin mal gesagt hat: Erst wenn wir erkennen, dass wir göttlich sind, können wir wirklich menschlich werden.


Diese Frequenz hab ich in einer warmen Sommernacht erst kürzlich im August zellulär erfahren. Ich saß unter dem unermesslichen Sternenhimmel, die Luft warm und feucht, wie im Urmutterbauch. Und in einem Moment gab es keinen Unterschied mehr zwischen hier und dort. Unter diesem ewigen Sternenhimmel trat die manifestierte Form tritt zurück, und es ließ mich mich aber gleichzeitig maximal hinein sinken in die irdische Wasserwelt, das totale Menschsein. Eine zelluläre Offenbarung, wer wir sind und woher wir kommen.


Oder wie die ältesten, uns noch zugänglichen Schriften zur Schöpfung der Welt schreiben: Zuerst erfüllte die Dunkelheit allein das ganze All, und alle Ursachen des Daseins waren beseitigt. Das Sichtbare, das War und das Unsichtbare, das Ist, ruhten im ewigen Nichtsein - dem einen Sein. Doch irgendwann sandte das Licht einen einzelnen Strahl in die mütterliche Tiefe. Es passierte ein neuer Impuls im Urkeim, Weltenei, Urmutterbauch. Und das Nichts gebar das Alles, und erneut begann die Schöpfung.



*Frei nach Helena Blavatsky, 'Die Geheimlehre'






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Empfehlung:


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HINWEIS: Dies dient zur Information und ersetzt nicht die Beratung eines Arztes, Apothekers oder Heilpraktikers. Alle Hinweise auf Heilwirkung und Gebrauch von Heilpflanzen haben ausschließlich informativen Charakter. Die Umsetzung oder Anwendung der beschriebenen Vorschläge erfolgt auf eigene Gefahr und eigenes Risiko. Die erwähnten Heilpflanzen haben wissenschaftlich belegte Wirkungen oder haben ihre Tradition in der überlieferten Heilkunde und werden schon lange erfolgreich eingesetzt









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© 2026 Laura Deichl | Hinweis: Ich verspreche Heilung zu keiner Zeit, ich begleite. Heilen kannst Du Dich nur selbst.

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